12 am 12. Juli 2025 – ein ganz normaler Tag im Leben einer NLP-Trainerin

12 am 12. Juli 2025 – ein ganz normaler Tag im Leben einer NLP-Trainerin

Inhaltsangabe

Ein Freundin hat mich auf das Blog-Format „12 am 12. eines Monats“ aufmerksam gemacht. Die Idee ist, am 12. eines Monats mit 12 Bildern den Tag zu dokumentieren.

Da ich immer mal wieder gefragt werde „Susanne, wie sieht das Leben einer NLP-Trainerin eigentlich aus?“ kommt hier meine Antwort (da natürlich jede*r in seine Modell der Welt lebt, kann und wird das für andere NLP-Trainer*innen anders sein 😎).

Also – los geht’s!


8.30 Uhr: Der Tag erwacht

Der Tag erwacht
Der Tag erwacht

Der Tag beginnt mit einem gemütlichen Kaffee. Dabei schwinge ich mich schon einmal emotional auf den vor mir liegenden Trainingstag ein.

Heute läuft das 1. Modul der NLP-Master-Ausbildung. Thema: Selbstbild, Selbstentwurf und Selbstentdeckung.

Als gute NLPler arbeiten wir bei der Entdeckung und der Veränderung des Selbstbilds zunächst einmal viel mit Submodalitäten, den Schaltern unserer Gefühle.

Und ohne zu viel zu verraten – wow, heute waren einige echte Durchbrüche zu feiern.

Aber das wusste ich morgens um 8.30 Uhr auf meiner Dachterrasse natürlich noch nicht 🥰.

Dann geht es auch schon bald los in Richtung Institut, wo die Co-Trainer*innen bereits alles vorbereiten für einen erfolgreichen Seminartag.


9.15 Uhr: Ankommen im Cassellapark

Ankommen im Cassellapark
Ankommen im Cassellapark

Bei dem schönen Wetter geht’s mit dem Fahrrad (okay, E-Bike)ins Institut.

25 Minuten quer durch Frankfurt sind genau richtig, um die Herausforderungen des Tages langsam näher kommen zu lassen.

Im Sommer liebe ich die letzten Meter zum Institut besonders, wenn alles im Cassellapark so ein mediterranes Flair ausstrahlt.

Noch ist hier alles ruhig, doch sobald die Geschäfte öffnen, wird alles zu einem wuseligen Leben erwachen. Das gilt besonders am Samstag, wenn alle mit ihren Wochenendeeinkäufen beschäftigt sind.


10.00 Uhr: Der Seminartag beginnt mit Flipchart-Arbeit

Teilnehmende bei der Flipchart-Arbeit
Teilnehmende bei der Flipchart-Arbeit

Bei der Flipchart-Arbeit erläutern sich die Teilnehmenden gegenseitig die Inhalte des gestrigen Tages.

Das hat zum einen den Sinn, dass nochmal die Inhalte wiederholt und damit vertieft werden.

Zum anderen hat man, wenn man nur zuhört, oft den Eindruck etwas verstanden zu haben. Wenn man es dann jedoch mit eigenen Worten wiedergeben will, merkt man, dass es hier und da doch noch Unklarheiten gibt.

Estern haben wir uns intensiv damit beschäftigt, dass auch das, was wir für unser „Selbstbild“, für unsere „Identität“ halten, letztendlich nichts anderes ist als eine Konstruktion.

Dass wir unser Selbstbild nur aus vielen Glaubenssätzen über uns selbst zusammensetzen. Und diese Glaubenssätze haben wir überwiegend in der Kindheit gebildet.

Kein Wunder, dass so viele von uns mit ihrem Selbstbild hadern und es als einengend, zu klein und irgendwie falsch empfinden.

Weißt du, wovon ich spreche? Falls ja, hier geht’s zur Anmeldung zur nächsten NLP-Master-Ausbildung ☺️: https://www.wildwechsel-nlp.biz/nlp/systemische-ausbildung-zum-nlp-master-coach/


11.20 Uhr: Kurz vor der Kaffeepause

Teeküche – die Ruhe vor dem Sturm
Teeküche – die Ruhe vor dem Sturm

Am Morgen beschäftigen sich die Teilnehmenden damit, eine ungeliebte Eigenschaft dahingehend zu untersuchen, ob diese Eigenschaft nicht eigentlich doch auch Vorteile hat.

Gemäß den NLP-Vorannahmen macht alles irgendwo Sinn. Dabei entdecken sie für sich, dass diese Eigenschaft, die sie bis heute so wenig geliebt haben, ihnen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten oft sehr, sehr gute Dienste geleistet hat.

Die Ablehnung dieser Eigenschaft beruht oft auf Zuschreibungen in der Kindheit.

Für den ein oder anderen ist das eine wahrhaft revolutionäre Einsicht, die den Blick auf das eigene Selbstbild – und tatsächlich auch auf das eigene Leben – verändert.

Nach dieser intensiven Arbeit ist es dann Zeit für eine Stärkung bei Obst und Keksen, Kaffee und Tee.


13.17 Uhr: Mittagspause und Spaziergang im Wald

Mittagspause – Spaziergang im Wald
Mittagspause – Spaziergang im Wald

An Seminartagen versuche ich immer, auch eine dreiviertel Stunde im Wald spazieren zu gehen.

Wieso? Zum einen, weil ich es gerne mache und weil ich den Wald im Wandel der Jahreszeiten sehr genieße.

Aber ich gehe auch spazieren, weil die Seminartage energetisch sehr, sehr intensiv sind.

Viele Gefühle werden freigesetzt. Systemische Verstrickungen aktualisieren sich. Alte Trauma kommen hoch.

Das ist gut so und gewollt. Denn nur, wenn die Dinge aktualisiert sind, können sie in die Heilung kommen und wird Wachstum und Entwicklung möglich.

Dabei ist es meine Verantwortung und Aufgabe als Trainerin, den Raum zu halten und zu schützen.

Etwas, dass ich sehr, sehr gerne mache.

Gleichzeitig merke ich, dass ich mich nur gut in den Dienst von Wachstum und Entwicklung stellen kann, wenn ich auch immer wieder ganz tief und ganz bewusst bei mir selbst ankomme.

Und dazu dienen mir die Mittagsspaziergänge im Wald. Eine Art Energie-Detox, die auch noch mit Bewegung und frischer Luft verbunden ist.

Ein echter Win-Win.


15.12 Uhr Arbeit in Kleingruppen – Arbeit an Reframing Rainer

Reframing-Rainer
Reframing-Rainer, führender KI-Coach, der dich beim Reframing unterstützt

Während die Teilnehmenden weiter in Kleingruppen die verschiedenen Facetten ihres Selbstbilds untersuchen, nehme ich mir einen Augenblick Zeit, um Reframing Rainer weiterzuentwickeln.

Reframing Rainer ist der erste KI-Coach, den ich programmiert habe. Ein CustomGPT.

Seine Aufgabe ist es, Menschen, die sich in ihren unterschiedlichen Facetten abwerten, einen neuen, wertschätzenden blick auf sich selbst zu ermöglichen.

Oder wie wir NLPler es nennen: Reframing Rainer unterstützt Menschen darin, ungeliebte Eigenschaften zu reframen.

Die Teilnehmenden meiner NLP-Ausbildungen werden schon bald auf die Unterstützung mehrerer mehrere KI-Coaches zugreifen können. Sozusagen für den kleinen Entwicklungshunger zwischendurch 😉.

Dies tut er mal humorvoll, mal tiefgründig. Nimm dir zwei Wochen lang jeden Morgen 7 Minuten Zeit für die Arbeit mit Reframing Rainer und deine Welt wird anders aussehen (falls du das willst).

Wenn auch du dich von Reframing Rainer unterstützen lassen willst: Hier der Link zu Reframing Rainer. (Falls du sonst nicht mit ChatGPT arbeitest, musst du dich dort anmelden).

Viel Spaß mit Reframing Rainer!!!!


18.00 Uhr Die Co-Trainer*innen – wichtige Säulen der NLP-Ausbildungen

Die großartigen Co-Trainer*innen
Die großartigen Co-Trainer*innen & ich

Und dann ist der Seminartag auch schon zu Ende.

Die Co-Trainer*innen und ich freuen uns, dass die Teilnehmenden so gute Erfolge erzielt haben.

Jetzt gilt es noch, das Institut aufzuräumen, und dann geht es nach Hause.

Die Co-Trainer*innen sind wirklich eine zentrale Säule jeder Ausbildung. Sie stehen den Teilnehmenden bei der Arbeit in den Kleingruppen zur Verfügung, wenn es da mal hakt, wenn es Fragen gibt. Sie sind deswegen zentral für gute Erfolge und entspanntes Lernen.

Heute waren Juliane und Daniela vor Ort im Institut, während Aivaras von Zürich aus die Online-Teilnehmenden betreut hat.

Schön, dass Ihr dieses Jahr bei der NLP-Master-Ausbildung dabei seid.


18.17 Uhr Helm auf, ab auf’s Rad und nach Hause

Glückliche Trainerin auf dem Weg nach Hause
Glückliche Trainerin auf dem Weg nach Hause

Glücklich und zufrieden setze ich mir dann den Helm auf, schwinge mich aufs Rad und radle los.

Vor mir liegen wieder 25 Minuten durch den Riederwald und Bornheim bis ins Nordend.

Ich genieße diese Zeit, um die Erlebnisse, Herausforderungen und Erfolge des Tages hinter mir zu lassen.

Ich mag es sehr, diese Bewegung an der frischen Luft, ein Stück durch den Wald, vorbei an der Eissporthalle und quer durch den Trubel Bornheims.

Frankfurt, meine Stadt, ich genieße dich 🥰 – in deiner Vielfalt, mit deinen sich stetig wandelnden Gesichtern. Ich mag es, wie du dich bemühst, stetig besser zu werden und ein gutes Zuhause für deine Bewohner zu bieten.

Ich erlebe das jetzt seit 23 Jahren und ich kann sagen: Du wirst immer schöner.

Und während ich so radle, bin ich wirklich zufrieden. Die NLP-Master-Gruppe findet sich immer mehr als Gruppe findet – keine Selbstverständlichkeit, schließlich ist die NLP Master Ausbildung ja gerade erst gestartet.

Das verspricht, dass die Ausbildung intensiv und gut wird.


18.24 Am Bauzaun entlang

Am Bauzaun entlang

Ein Stück meines Nachhausewegs führt mich am Bauzaun zum Riederwaldtunnel entlang.

Echt sehr spannend hautnah zu verfolgen, wie so ein Jahrhundertbauwerk Stück für Stück über Jahre hinweg konsequent vorangetrieben wird.

Und auch, wenn es noch einige Jahre dauert, freue ich mich schon auf die Zeit, wenn endlich die Lücke in der Stadtautobahn geschlossen sein wird und die ewigen Staus, die sowohl für die Autofahrer*innen als auch für die Anwohner so quälend sind, der Geschichte angehören werden.

Und ja, ich finde den Schutz der Umwelt auch sehr wichtig.

Und gleichzeitig fand ich es sehr irritierend, wenn ich bei meinen Mittagsspaziergängen durch den Welt vermummte Menschen traf. Die Verbotsschilder aufgestellt haben, wo ich nicht mehr langgehen durfte. Die überwiegend nicht aus Frankfurt kamen. Die nicht unter den Staus litten. Die keine Verantwortung für die Stadt übernahmen.

Das hat mich immer sehr geärgert. Deswegen bin ich froh, dass die Auseinandersetzungen jetzt da sind, wo sie hingehören: vor deutschen Gerichten und nicht bei irgendwelchen Stolperfallen im Wald.


19.30 Uhr: Den visuellen Kanal nutzen

Malen als visueller Ausgleich für meinen auditiven Job
Malen als visueller Ausgleich für meinen auditiven Job

Dann bin ich auch schon zu Hause. Schnell mache ich mir eine Kleinigkeit zu Essen und dann genieße ich als Ausgleich zu meinem Job, bei dem ich überwiegend den auditiven und den kinästhetischen Kanal nutze, eine Auszeit beim Malen. Also den bewussten Wechsel in den visuellen Wahrnehmungskanal.

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen der Pastellmalerei. Die Kreiden haben gegenüber dem Acryl den Vorteil, dass man es gut nach Feierabend machen kann – ohne viel Aufbau vorher und Abwaschen danach.

Und wer mich kennt, weiß, dass ich Farben liebe, Und auch die finde ich bei guten Pastellkreiden einfach sagenhaft.


21.20 Uhr: Es will Abend werden

Es will Abend werden
Es will Abend werden

Dann gönne ich mir noch einen (alkoholfreien) Sundowner auf der Dachterrasse. In den letzten Jahren verzichte ich immer mehr auf Alkohol und merke einfach, wie gut mir das tut.

Die halbe Stunde, der ich der Sonne beim Untergehen zuschaue, nutze ich auch für mein tägliches Dankbarkeitsritual, das ich seit einigen Jahren (ziemlich) konsequent durchziehe.

Leitfrage: Für welche drei Dinge bin ich heute dankbar?

Meine Antworten des Tages:

  • Die heutigen Erfolge meiner Teilnehmenden
  • Die Gesundheit meiner Eltern
  • Den Frieden in Europa

(Ich überlege sehr ernsthaft, mich nach 20 Jahren wieder stärker politisch zu engagieren, damit ich mich nicht eines Tages fragen lassen muss: Was hast du eigentlich getan?)


23.40 Uhr: Yin-Yoga als Energie-Detox

Yin-Yoga als Energie-Detox
Yin-Yoga als Energie-Detox

Nachdem ich noch diesen Blogartikel geschrieben habe, geht der Tag mit 20 Minuten Yin-Yoga über meine Yoga-App zu Ende.

Ich liebe Yin-Yoga. Es unterstützt mich dabei, die unterschiedlichen Gefühle, mit denen ich im Laufe des Tages in Kontakt komme und die sich gerne im Hüftbereich speichern, wieder loszulassen.

Danach schlafe ich immer Murmeltier-gleich. 🛏️

Das war er, der ganz normale Tag im Leben einer NLP-Trainerin. Ich liebe meinen Beruf und bin jeden Tag aufs Neue dankbar, dass ich ihn ausüben darf.

Wenn du Fragen hast oder wenn ich dich unterstützen kann, melde dich gerne.

Herzlichst

Susanne

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