WildCast #47: Wer spricht da in deinem Kopf? Und wie du die innere Stimme loswirst, die dich kleinmacht

WildCast #47: Wer spricht da in deinem Kopf? Und wie du die innere Stimme loswirst, die dich kleinmacht

Inhaltsangabe

Transgenerationale Verstrickungen erkennen und lösen

Kennst du diesen Satz? „Du schaffst das nicht. Das wird doch sowieso nichts.“ Vielleicht hast du ihn schon oft gehört – in deinem Kopf. Vielleicht begleitet er dich schon dein halbes Leben lang. Und du hast versucht, ihn loszuwerden: Mit NLP-Formaten, mit Affirmationen, mit Mindset-Übungen.

Doch er kommt immer wieder. Dann lohnt es sich, einmal tiefer zu schauen. Denn nicht jede Stimme in deinem Kopf gehört tatsächlich dir.

In der neuen WildCast-Folge begleite ich meine Co-Trainerin Frieda in ein tiefes systemisches Coaching. Was wir dort finden, ist überraschend und gleichzeitig so typisch für viele Menschen: Friedas quälender Glaubenssatz „Du schaffst das nicht“ war gar nicht ihr eigener. Er stammte aus ihrem Herkunftssystem.

Ein Introjekt, wie Freud es nannte oder ein Fremdanteil, wie ich es lieber ausdrücke.

👉 Hör hier direkt in die WildCast-Folge rein:

🎧 Über den Webplayer: „Du schaffst das nicht“ – Wenn Stimmen aus der Vergangenheit dein Leben sabotieren

🎧 Auf Spotify: „Du schaffst das nicht“ – Wenn Stimmen aus der Vergangenheit dein Leben sabotieren

🎧 Auf Apple Podcast: Du schaffst das nicht“ – Wenn Stimmen aus der Vergangenheit dein Leben sabotieren


I Warum NLP manchmal nicht reicht und wann systemisches Coaching die Lösung bringt

Als erfahrene NLP-Trainerin weiß ich: Mit Submodalitäten, Reframings und Co. lassen sich viele hinderliche Stimmen schnell und dauerhaft entmachten.

Doch wenn es um transgenerationale Verstrickungen geht, stoßen klassische NLP-Formate oft an ihre Grenze. Dann braucht es einen anderen Ansatz: Ein systemisches Verständnis, das uns erkennen lässt, welche Stimmen, Bilder oder Gefühle aus früheren Generationen in uns wirken – selbst dann, wenn wir die Vorfahren nie kennengelernt haben.

Und genau da setzen wir in meiner Arbeit an: Mit einer klugen Kombination aus NLP, hypnosystemischen Methoden, Familienaufstellung und dem Wissen um das kollektive Unbewusste.

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II Woran du erkennst, dass ein Glaubenssatz, eine innere Stimme nicht deine ist

In der Podcastfolge erkläre ich ausführlich, woran du erkennst, dass ein Glaubenssatz, eine Stimme oder ein Gefühl vielleicht gar nicht zu dir gehört.

Hier die wichtigsten Anzeichen:

  • Die Stimme klingt fremd, vielleicht sogar alt oder gehässig
  • Das Vokabular passt nicht in dein familiäres Umfeld
  • Es tauchen Bilder oder Szenen auf, die nichts mit deiner Biografie zu tun haben
  • Du hast ein anhaltendes Körpergefühl, das sich nicht lösen lässt – trotz aller Arbeit

Wenn du eines oder mehrere dieser Phänomene kennst, könnte es sich lohnen, systemisch hinzuschauen. Denn Fremdanteile lassen sich meist schnell und zuverlässig entwerfen, wenn man sie einmal identifiziert hat.

Deswegen sind die abwertenden Stimmen in deinem Kopf eben kein Schicksal, sondern ein Symptom, das sich grundsätzlich verändern lässt. Wenn du das möchtest.


III Willst du das lernen? NLP plus systemische Perspektiven = deine Coaching-Kompetenz

Wenn du selbst lernen möchtest, wie du solch tiefe Prozesse begleitest – für dich oder für deine Klient*innen –, dann lade ich dich herzlich in meine NLP-Ausbildungen ein.

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Ich freue mich, wenn du reinhörst, den Podcast weiterempfiehlst und vielleicht schon bald selbst die Stimme in deinem Kopf entlarvst, die nicht zu dir gehört.

🧡 Herzlichst,

Susanne (Lapp)
NLP-Expertin, Lehrcoach, Lehrtrainerin, Podcast-Host

Hier findest du das komplette Transkript der Folge 47:

Podcast 47: Die Stimme im Kopf, die nicht dir gehört: Wenn Stimmen aus der Vergangenheit dein Leben sabotieren

IV Transkript: Begrüßung

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom WildCast – deinem Coaching-Podcast für persönliches Wachstum, beruflichen Erfolg und systemische Klarheit. Ich freu mich riesig, dass du wieder dabei bist – denn der WildCast entwickelt sich gerade zum absoluten Lieblingsformat vieler Hörerinnen und Hörer. Danke für all euer Feedback! Und wenn du heute zum ersten Mal dabei bist: Umso schöner. Es lohnt sich!

Heute wird’s ein bisschen anders. Stärker systemisch. Wir gehen in dieser Folge nämlich dorthin, wo klassische NLP-Formate manchmal an ihre Grenze stoßen. Und genau dann beginnt die spannende Arbeit mit systemischen Tools – mit Methoden, die an die Familienaufstellung erinnern, kombiniert mit NLP, hypnosystemischen Techniken und dem Wissen um transgenerationale Verstrickungen. Also: Heute gibt’s die geballte WildWechsel-Power.

Ich nehme dich mit in ein echtes Coaching. Frieda – vielleicht kennst du sie sogar, wenn du schon eine NLP-Ausbildung bei mir gemacht hast – ist eine meiner Co-Trainerinnen. Hochkompetent, erfahren, warmherzig. Und trotzdem gibt es da diese eine innere Stimme in ihr, die immer wieder sagt: „Du schaffst das nicht. Das wird nichts.“Diese Stimme hält sie seit Jahren zurück. Und vielleicht kennst du das auch: So eine innere Stimme, die dich kleinmacht – obwohl du längst weißt, dass du mehr kannst. Genau diese Stimme haben wir uns angeschaut. Und dabei sind wir auf eine Geschichte gestoßen, die viel älter ist als Frieda selbst.

Wenn du wissen willst, woher diese Stimmen kommen – und warum sich manche Glaubenssätze selbst mit den besten NLP-Tools nicht knacken lassen – dann bleib unbedingt dran. Du wirst heute nicht nur spannende Erkenntnisse bekommen, sondern auch erste Hinweise darauf, ob deine eigenen Themen vielleicht transgenerationale Wurzeln haben. Und natürlich erfährst du auch, wie du sie lösen kannst.

Hallo und herzlich willkommen beim WildCast – dem Coaching-Podcast für alle, die mehr wollen als nur Erkenntnis – nämlich echte Veränderung

Persönlichkeitsentwicklung, NLP und systemisches Coaching sind Themen, die dich interessieren? Dann bist du hier genau richtig!

Ich bin deine Gastgeberin Susanne Lapp, die Gründerin von WildWechsel – dem NLP-Institut für Persönlichkeitsentwicklung. Gemeinsam mit meinem Team biete ich systemische NLP- und Coaching-Ausbildungen, Familienaufstellungen & Coaching. Und mit über 500 Coaching-Stunden im Jahr gehöre ich zu den meistgebuchten Coaches des Landes. Und das seit Jahren. 

Heute nehme ich dich wie gesagt wieder mit in meine Coaching-Praxis. Dort saß vor nicht allzu langer Zeit Frieda vor mir und sagte:

„Immer wieder habe ich diesen einen Satz im Kopf: Ich schaffe das nicht. Und dann fühlt sich mein Kopf an, als würde er explodieren.“

In diesem Podcast erzähle ich dir, wie Frieda und ich gemeinsam den Wurzeln dieses Glaubenssatzes, dieser inneren Stimme auf den Grund gegangen sind. Und wie sie diese Stimme, die sie zeitlebens gequält hatte, endlich losgeworden ist. Und ihre Migräneattacken gleich mit.

Und wenn dich die Geschichte von Frieda auch so berührt wie mich und wenn du noch keine 5 Sterne dagelassen hast – dann mach das doch heute. Damit machst du nicht nur mir eine große Freude, sonst du hilfst auch anderen, diesen Podcast mit seinen Impulsen zu finden. 

Ich danke dir für deine Unterstützung!


V Frieda und ihr ewiges Gefühl: Ich schaffe das nicht

Vor mir sitzt Frieda. Frieda ist Co-Trainerin in einer meiner NLP-Ausbildungen – kompetent, warmherzig, klar. Sie hat bei mir schon die NLP-Practitioner, die NLP-Master- und die Coaching-Ausbildung absolviert. Alle drei mit sehr gutem Erfolg. Von daher weiß ich genau: Die kann was. 

Doch heute bringt sie ein Thema mit, das sie seit Langem bremst. Sie sagt: „Ich hab da diesen hartnäckigen Glaubenssatz in mir: Du schaffst das nicht. Das wird doch sowieso nichts.“

Sie berichtet, dass genau dieser Satz sie auch in ihrer Rolle als Co-Trainerin immer wieder zurückhält:

„Eigentlich macht mir die Aufgabe richtig Spaß, aber immer, wenn ich auf einen Teilnehmer oder eine Teilnehmerin zugehen will, um etwas beizutragen, meldet sich diese Stimme in mir: Du schaffst das nicht.“

Genau diese Stimme will sie sich heute gemeinsam mit mir anschauen. Oder wie Frieda es formuliert: „Ich will die loswerden. Die nervt.“ Das kann ich gut verstehen.

Sie sitzt mir gegenüber – ruhig, aber innerlich aufgewühlt. Und ich bin einen Moment lang erstaunt. Denn Stimmen entmachten – das können wir NLPler eigentlich mit Links. Wie das standardmäßig geht, davon werde ich mal in einem anderen Podcast berichten.

Immerhin ist Frieda NLP-Master. Sie kennt viele NLP-Formate und ist in der Zwischenzeit auch sehr erfahren im Selbstcoaching.

Deswegen frage ich sie: „Was hast du denn bisher unternommen, um diese Stimme zu entmachten?“ Und da sagt sie etwas, das mich innehalten lässt: „Noch gar nichts. Ich trau mich irgendwie nicht allein an das Thema ran.“

Wenn mir jemand mit so viel Erfahrung im Selbstcoaching sagt, dass er sich nicht traut, dann richte ich mich innerlich auf. Denn das ist meist ein Zeichen. Ein Hinweis darauf, dass wir etwas Großem auf der Spur sind. Etwas, das tiefer reicht. Etwas, das nicht einfach mit einem submodalitäten-Format verschwindet.

Ich atme kurz durch und denke: „Okay, das wird spannend.“ Dann frage ich: „Hast du die Submodalitäten der Stimmen denn schon mal herausgearebeitet?“

Im NLP bezeichnen Submodalitäten dabei die Feinabstimmungen unserer Wahrnehmung. Sie sind deswegen so wichtig, weil sie für unser Gefühlsmanagement entscheidend sind. Deswegen nehmen wir uns für sie in der NLP-Practitioner-Ausbildung auch so viel Zeit.

Ich muss wirklich bald mal ein Podcast zum Thema „Submodalitäten“ machen – merke ich gerade. Ich liebe Submodalitäten, weil sie gleichzeitig so mächtig und so einfach in der Anwendung sind.

 Zum Herausarbeiten der Submodalitäten gehören Fragen wie: Von wo genau hörst du die Stimme, die da sagt „du schaffst das nicht“? Ist sie laut oder leise? Klingt sie wie deine eigene Stimme oder wie die von jemand anderem? Hörst du sie von nah oder fern? 

Auf meine Frage, ob sie sich schon mit den Submodalitäten des Satzes „du schaffst das nicht“ beschäftigt habe, antwortet Frieda: „Nein. Nicht mal das hab ich mich bisher getraut.“ 

„Prima. Dann lass uns das doch mal als erstes machen“ entgegne ich.

„Erzähl mir mal von dieser Stimme“ lade ich Frieda ein, „wenn du sie hörst: Wo hörst du die denn genau? Ist sie mitten in deinem Kopf? Hinter deiner Stirn? Im Hinterkopf? Im rechten Ohr? Oder kommt sie von außen – von rechts, von links?“

Frieda hält inne. Du kannst richtig sehen, wie sie nach innen lauscht. Dann sagt sie: „Nee, die hör ich im rechten Ohr. Und sie spricht so… nach innen.“ „Prima“, sage ich. „Dann hör doch mal genau hin. Und sag mir als nächstes: Klingt diese Stimme wie deine eigene? Oder wie die von jemandem, den du kennst – Mama, Papa, Oma, Grundschullehrerin? Oder ist das eine Stimme, die dir eigentlich fremd ist?“

Wieder schweigt Frieda für einen Moment, schließt leicht die Augen, hört nach innen.

Dann sagt sie: „Ich kann sie nicht richtig zuordnen. Sie klingt nicht vertraut, aber sie ist schon sehr lange da. Irgendwie kenne ich sie nicht, aber sie gehört schon lange zu mir.“

„Okay“, sage ich. „Dann hol diese Stimme doch mal raus aus dir. Lass sie aus dir herausschweben – so einen Meter, anderthalb vor dich. Und bitte dein Unbewusstes, dir ein Bild dazu zu schicken.“

Wenn du zu Hause an deinen Kopfhörern jetzt denkst: Das klingt verrückt!!! Ja, ich weiß. Ich kenne diese Reaktion, wenn man es selbst noch nie erlebt hat. 

Aber ich arbeite fast täglich mit diesen inneren Bildern und ich kann dir sagen: Das Unbewusste findet immer ein Bild. Und dieses Bild hilft uns zu erkennen, wo der Ursprung der Stimme liegt. Anhand dieses Bildes entscheiden wir, wie wir weiterarbeiten.

Rein fachlich gesprochen handelt es sich bei der Stimme, die Frieda suggeriert „Du schaffst das nicht“ um ein Introjekt. Ein Begriff, den Freud geprägt hat. Ein Introjekt ist im Wortsinne etwas, das von außen in unser System hineingeworfen wurde. Diese Introjekte stammen fast immer aus dem Familiensystem:

  • von direkten Bezugspersonen oder auch 
  • von weiter entfernten Vorfahrinnen und Vorfahren.

Wenn sie aus den tieferen Schichten des Systems kommen, dann ist das oft ein Hinweis auf eine transgenerationale Traumatisierung.

Frieda wird ganz still. Ihr Blick geht ins Leere, nach innen, vor das innere Auge. Dann zuckt sie merklich zusammen. „Was ist los? Was passiert?“ frage ich vorsichtig. „Da ist… so eine Fratze erschienen“, sagt sie. „Also, eigentlich kann man gar nicht mehr Fratze sagen – es ist eher nur ein verzerrter Mund. Und aus dem kommt dieser Satz. ‘Du schaffst das nicht. Das wird sowieso nichts.’“

Ich nicke langsam. Und frage weiter: „Und wie ist die Stimmqualität? Hör genau hin. Ist sie eher zugewandt? Gleichgültig? Bösartig?“ Frieda lauscht. Und dann sagt sie: „Nee. Die ist richtig bösartig. Gemein. Voller Verachtung.“

Ich atme tief durch. Wenn Verachtung auftaucht, dann weiß ich aus Erfahrung: Da ist etwas Großes im Spiel. Verachtung ist kein alltäglicher Ton. Verachtung ist ein emotionaler Endgegner.

„Okay“, sage ich. „Dann schauen wir da gemeinsam genauer hin.“


VI Was passiert in Trance

Lasst mich hier einen kleinen Einschub machen. 

Manchmal werde ich gefragt: „Susanne, arbeitest du eigentlich auch mit Hypnose, unter Trance?“ Meine Antwort darauf lautet dann häufig: „Ja – den ganzen Tag.“ Denn auch wenn ich das nicht immer so dazusage, ist doch jede Einladung, sich ein inneres Bild vorzustellen, gleichzeitig eine Einladung in Trance zu gehen. In andere Bereiche der Wahrnehmung zu wechseln.

Was passiert, wenn wir in Trance gehen? Unser Gehirn schaltet dann buchstäblich einen Gang runter:

  • Im wachen Alltag sind wir meist in den sogenannten Beta-Wellen unterwegs – das sind schnelle Gehirnwellen zwischen 12 und 30 Hertz. Sie sorgen dafür, dass wir wach, aufmerksam und im Denken aktiv sind.
  • Wenn wir in Trance gehen, wechseln wir in langsamere Frequenzen: die Alpha-Wellen, zwischen 8 und 12 Hertz. Das ist der Zustand von entspannter Wachheit – wie beim Tagträumen oder wenn wir ganz vertieft sind.
  • Und wenn wir noch tiefer gehen, kommen wir in die Theta-Wellen – die schwingen zwischen 4 und 8 Hertz. Das ist der Bereich, in dem unser Unbewusstes besonders zugänglich wird: Hier entstehen oft innere Bilder, Erinnerungen tauchen auf, das kreative Unbewusste wird aktiv.
  • Und wenn wir sehr tief sinken, erreichen wir sogar die Schwelle zu den Delta-Wellen – das ist der Bereich des Tiefschlafs, den wir für die Arbeit im Coaching aber nicht brauchen.

In Alpha und Theta – da liegt das Gold. Denn genau in diesen Gehirnwellen öffnet sich der Zugang zu unserem Unbewussten. Und manchmal auch zum kollektiven Unbewussten. Und ja: Genau dort geschieht Heilung.

Denn wenn wir mit unserem Unbewussten verbunden sind – oder sogar mit dem kollektiven Unbewussten –, dann öffnen sich innere Räume, in denen Anteile wieder ihren Platz finden, die uns sonst verschlossen bleiben.


VII Das kollektive Unbewusste

Wir wissen heute: Rein wissenschaftlich können wir das kollektive Unbewusste noch nicht vollständig erklären oder nachmessen. C.G. Jung hat das kollektive Unbewusste als den Bereich in uns beschrieben, in dem Erinnerungen, Erfahrungen und Bilder gespeichert sind, die nicht nur unser persönliches Leben betreffen, sondern die wir als Menschheit teilen – über Generationen hinweg.

Aber empirisch – also in der Beobachtung, in Studien, in der therapeutischen Praxis – ist das Phänomen inzwischen sehr gut belegt. Zum Beispiel:

  • Enkel und Urenkel von Holocaust-Überlebenden tragen oft innere Bilder in sich – Bilder von Lagern, Verfolgung, Flucht –, obwohl die Vorfahren niemals über den erlittenen Schrecken gesprochen haben.
  • Dasselbe Phänomen finden wir auch bei den Nachfahren der Täter: Kinder und Enkel von KZ-Aufsehern, von Piloten, die Brandbomben geworfen haben – auch sie haben oft Bilder im Kopf, die mit ihrer eigenen Biografie nichts zu tun haben, sondern sich in den Erfahrungen ihrer Vorfahren verorten lassen.

Genau das erlebe ich auch in meiner Arbeit immer wieder: Da tauchen innere Bilder auf, da sind Stimmen im Kopf und die Klienten sagen – solange sie in ihrem Alltagsbewusstsein unterwegs sind: „Ich weiß gar nicht, wo das herkommt. Das gehört gar nicht zu mir.“

Wenn sie sich in Trance dann mit dem kollektiven Unbewussten verbinden und wir dann in die Familiengeschichte eintauchen, finden wir oft genau dort die Antwort.

Das ist der Grund, warum ich so gerne in Trance-Zuständen arbeite. Weil sich dort Zugänge öffnen, die wir mit rein kognitiven Methoden nie erreichen würden.

Das als Einordnung – weil ich dazu immer wieder gefragt werde. Vielleicht war das auch für dich ein wertvoller Puzzlestein. Vielleicht hast ja auch du innerer Bilder oder innere Stimme oder Körperempfindungen, die dich quälen und die du nicht in deiner Biografie einordnen kannst. Dann lohnt oft der Blick in die Reihe der Vorfahren.

Und mit diesem Wissen im Gepäck lass uns jetzt zurückkehren zu Frieda und ihrer Geschichte.


VIII Der Ursprung der Stimme

Also: Als ich Frieda bitte, die Stimme, die ihr suggeriert „Das schaffst du sowieso nicht. Das wird nichts.“ Aus ihr herausschweben zu lassen, erscheint eine Fratze mit böse verzerrtem Mund. 

Wer meine Arbeit kennt, weiß, dass ich – wie Freud – zwischen Persönlichkeitsanteilen unterscheide, die wirklich eigene Anteile sind und solchen, die eingewandert sind. Ich nenne sie aber nicht Introjekte, sondern Fremdanteile.

Also frage ich Frieda: „Wenn du dir diese Fratze anschaust – würdest du sagen, das ist ein richtig echter Eigenanteil von dir? Oder ein richtig echter Fremdanteil?“

Anke entscheidet sich ohne Zögern: „Fremdanteil.“ Das deckt sich mit meiner Wahrnehmung. „Prima“, sage ich. Diese Fremdanteile, diese Introjekte, kommen fast immer aus dem Herkunftssystem. Also aus dem erweiterten Familiensystem.

Ich weiß, das mag für manche meiner Zuhörenden erst mal ein bisschen spooky klingen Aber inzwischen ist wie gesagt wirklich gut dokumentiert, dass wir problemlos drei, vier Generationen zurück mit den Erfahrungen und Lasten unserer Vorfahren in Resonanz gehen können. Meiner Erfahrung nach auch noch deutlich weiter.

Und es sind genau diese inneren Bilder, genau diese Stimmen, die uns den Weg dorthin zeigen. 

Also lade ich Frieda ein: „Stell dir doch mal deinen Vater zur linken Hand vor – und deine Mutter zur rechten.“ „Und hinter deinem Vater: die Großeltern väterlicherseits. Und dahinter die Urgroßeltern. Und dann immer weiter – Generation um Generation.“ „Und hinter deiner Mutter: die Großeltern mütterlicherseits, dann die Urgroßeltern und so weiter.“

Als sie mir mit einem Nicken zu verstehen gibt, dass sie die inneren Bilder sieht, lade ich sie ein:

„Dann schieb doch mal diese Fratze ein wenig nach links – ins väterliche System.

Dann ein wenig nach rechts – ins mütterliche System.

Und schau, wo sie andockt. Wo sie energetisch andockt.“

Frieda braucht keine Sekunde. „Bei meinem mütterlichen System“, sagt sie. Und wenn du jetzt zuhörst und denkst: „Wow – das wüsste ich nie zu sagen…“ Dann sei dir versichert: Diese Reaktion erlebe ich häufig, wenn ich mit einem Klienten oder einer Klientin zum ersten Mal in dieser Tiefe arbeite.

Ich erkläre vorher genau, was wir tun werden und dann, wenn der Moment gekommen ist, wenn das Bild erscheint, dann ist das Wissen wirklich da.

So auch Frieda. Ich frage: „Dockt das Fratzenbild direkt vorne bei deiner Mutter an? Oder wenn du die Fratze mal durch die Generationen durchschiebst, eher weiter hinten?“

Frieda nimmt sich einen Moment. Ich sehe förmlich, wie sie innerlich mitgeht. Dann sagt sie klar: „Die Fratze kommt zwischen meiner Uroma und meiner Oma zum Stehen.“ „Okay“, sage ich. „Was weißt du über deine Uroma?“ „Naja“, sagt sie, „wir kommen aus dem Schwäbischen. Meine Uroma und mein Uropa hatten dort eine große Landwirtschaft und sie haben ein Gasthaus betrieben. Das war das zentrale Gasthaus am Ort. Die haben da richtig jemanden dargestellt.“

„Und deine Oma – hatte die Geschwister?“ „Ja“, antwortet sie. „Einen älteren Bruder. Der ist im Krieg gefallen.“

Mit diesen biografischen Informationen ausgestattet, bitte ich Frieda, sich ihre Uroma vorzustellen. Auch wenn sie sie nie kennengelernt hat. Das macht nichts, weil sie ja über das kollektive Unbewusste gleichwohl mit ihr in Kontakt ist. 

Oder wie Einstein sagte: Alles ist Energie. Und energetisch ist alles mit allem verbunden. Also bitte ich sie, in Verbindung zu gehen. „Schau sie an“, sage ich, „und sag zu ihr: Hast du einen Augenblick Zeit?“ Die Uroma zögert einen Moment. Dann gibt sie das Gespräch frei und stimmt zu.

Ich schlage Frieda die Worte vor. Das mache ich immer so in diesen Prozessen. Ich spreche die Sätze vor, und meine Klienten wiederholen sie. So können sie ganz in ihrer Erfahrung bleiben. Sollte ihnen mal ein Satz nicht zusagen, verändern wir den selbstverständlich sofort.

Also sage ich zu Frieda: „Frag doch mal deine Uroma: ‘Sag mal… in mir ist da immer wieder so eine Stimme. Die suggeriert: Du schaffst das nicht. Das wird nichts. Diese Stimme – mit dieser hässlichen Fratze – die hat irgendetwas mit dir und deiner Tochter zu tun. Und ich frage mich: Hast du eine Idee, was das sein könnte?’“

Die Urgroßmutter schaut etwas irritiert. Dann sagt sie: „Naja… so ist das eben. Eine Frau kann das nicht allein schaffen.“

Ein Satz, der in der damaligen Zeit vielleicht Sinn machte. Und doch fühlt er sich merkwürdig unstimmig an. Denn Frieda hat ihre Uroma als sehr patent beschrieben. Als in der ganzen Familie bewundert. Eine, die gemeinsam mit ihrem Mann eine große Landwirtschaft und ein Gasthaus geführt hat.

Also gebe ich Frieda ein weiteres Wording vor: „Aber Uroma, sag mal – du hast es doch gar nicht allein schaffen müssen. Du hattest doch deinen Mann. Und ihr habt es doch geschafft. Und zwar gut.“

Die Uroma erwidert: „Ja… aber ich meine ja nicht mich. Ich meine meine Tochter.“ Ich spüre hin und plötzlich ist da ein unfassbarer Schmerz. Eine große Trauer. Und ich ahne etwas.

Vielleicht hat es mit dem Tod ihres Sohnes zu tun, dem Bruder von Friedas Großmutter. Dem Erstgeborenen. Dem designierten Erben.

Ich gebe Frieda das nächste Wording vor: „Sag mal, Uroma – kann es sein, dass du gehofft hast, dass dein Sohn – dein Erstgeborener –den Hof und das Gasthaus weiterführen würde? Und als er im Krieg gefallen ist, ist dein ganzes Bild von der Zukunft, von deinem Alter, in tausend Teile zerborsten? Und da hast du immer wieder gedacht: Ich schaffe das nicht. Du hast den Schmerz gemeint, das Weiterleben ohne ihn.“

Ich sehe, wie Frieda eine Träne über die Wange läuft. „Was passiert gerade in dir?“, frage ich leise. Sie antwortet: „Meine Uroma schaut mich an, als ob sie darüber seit über 80 Jahren zum ersten Mal sprechen kann. Verwundert und erleichtert zugleich.“

Ich spüre, wie sehr Frieda das berührt. Mich auch. Frieda spricht weiter: „Uroma… ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schwer das für dich gewesen sein muss. Deinen geliebten Sohn zu verlieren. Deine Hoffnung für die Zukunft. Und wahrscheinlich hast du nicht nur gedacht: Ich schaffe das nicht – sondern auch: Sie schafft das nicht. Deine Tochter.“

Die Uroma nickt. „Ja“, sagt sie. „Das habe ich oft gedacht. Wie soll sie das nur schaffen? Das kann sie doch gar nicht schaffen. Ich hatte unfassbar große Angst um sie.“ Die große Liebe der Uroma zu ihren Kindern ist auf einmal greifbar. Und die Trauer und der Schmerz.

Für Frieda ergibt das alles plötzlich Sinn. Wieso ihre Großmutter und ihre Mutter, die beide im Leben so viel geschafft und so viele Herausforderungen gemeistert haben, immer an sich zweifelten. Nie an sich glauben konnten. 

Frieda spürt, wie auch ihre ewigen Selbstzweifel gar nicht ihre sind. Sondern wieviel davon zu ihrer Ur-Großmutter gehört. Und ich lade sie ein, zu sagen: „Ur-Oma, nachdem dein Sohn an der Front gefallen war, hast du oft nicht gewusst, wie du das schaffen sollst. Den Schmerz überwinden. Weiterleben. Den Hof und die Gaststätte führen. Und irgendwie sind deine Zweifel bei mir gelandet. Die lasse ich jetzt bei dir.“ 

Ich lade Frieda ein, ihre Selbstzweifel, ihr ewiges „Das-schaff-ich-nicht“ in ihrem Körper zu lokalisieren und von dort energetisch zu ihrer Ur-Großmutter schweben zu lassen.

Wir beide spüren, wie sich ganz viel alte Trauer und alte Angst löst aus dem Körper von Frieda löst. Und die ewigen Selbstzweifel. 

Wir nehmen uns einen Moment, damit sich dieses Erleben bei ihr integrieren kann. Ich freue mich, dass wir jetzt schon dieses gute Ergebnis für Frieda erzielen konnten.

Nur eines ergibt für mich noch keinen Sinn: Diese Fratze, die Frieda ursprünglich gesehen hatte. Ich frage mich, wo sie wirklich herkommt. 

Plötzlich sehe ich ihn vor meinem inneren Auge: den gefallenen Großonkel von Frieda. Den erstgeborenen Sohn der Uroma. Und ich habe die Intuition, Frieda das nächste Wording vorzugeben. 

Ich bitte sie, sich vor ihrem inneren Auge den Großonkel vorzustellen und ihn anzusprechen: „Großonkel… auch wenn ich dich nie kennengelernt habe… in deinen letzten Minuten hast du gespürt, dass du hier nicht lebend rauskommst. Und die Worte, die dir immer wieder durch den Kopf gingen, waren: Ich schaffe das nicht. Das wird nichts.“

Ein tiefes Gefühl von Stimmigkeit breitet sich in Frieda aus. Sie beginnt am ganzen Körper zu zittern. Tränen rinnen über ihre Wangen

Und fast gleichzeitig sehen Anke und ich den Täter. Wir haben beide das Gefühl: Ihr Großonkel ist nicht durch eine Bombe oder eine Granate gestorben, sondern durch einen gezielten Kopfschuss.

Ich bitte Frieda, in sicherer Entfernung zum Großonkel vor ihrem inneren Auge ein Bild des Täters, des Menschen, der ihren Großonkel erschoss, entstehen zu lassen.

Und sie spricht ihn an: „Von dir kommt dieser Satz, der mich seit so vielen Jahrzehnten quält. Der vor mir schon meine Mutter gequält hat. Und meine Oma. ‘Du schaffst das nicht. Das wird nichts.’Diesen Satz – den lasse ich jetzt bei dir.“ Man kann förmlich sehen, wie Anspannung und Grauen von ihr abfallen.

Ich nicke. „Dann schicken wir jetzt den Täter weg“, sage ich. „Sag zu ihm: ‘Du gehörst nicht zu meinem Herkunftssystem. Du hast hier nichts zu suchen. Geh. Verlass mein System. Für alle Zeiten. In allen Dimensionen. Geh.’“

Frieda wiederholt die Worte und spürt, wie sich noch mehr Erleichterung in ihr ausbreitet. „Ich fühle mich endlich wieder sicher.“ Frieda öffnet kurz die Augen und meint: „Susanne, weißt du was? Ich hab doch so oft das Gefühl, dass mir der Kopf platzt. Das ist auch das Gefühl meines Großonkels.“

Dann wendet sie sich innerlich ihrem Großonkel zu und sagt: „Ich habe oft das Gefühl, dass mir der Kopf zerplatzt… Gerade wird mir klar: das war dein Schicksal. Nicht meins. Dieses Gefühl lasse ich jetzt bei dir.“

Ich kann richtig sehen, wie diese Energien aus ihrem Kopf hinausströmen – hin zu ihrem Großonkel. Die ganze Anspannung vom Anfang ist gewichen. An ihre Stelle tritt eine tiefe Erleichterung. Eine Ruhe.

Frieda öffnet die Augen. „Susanne… plötzlich machen so viele Sachen Sinn.“ „Was denn zum Beispiel?“ frage ich. „Naja… mir wird klar, dass nicht nur meine Uroma den Verlust nie überwunden hat, sondern auch meine Oma nicht. Als sie alt und langsam dement wurde, hat sie eines Tages einfach das Haus zugeschlossen, ist zu ihrem ältesten Sohn gefahren und hat gesagt: ‚Ab jetzt wohne ich bei euch.‘ Sie hat ihr altes Haus nie mehr betreten. Ab dann hat sie ihren Sohn mit dem Namen dieses gefallenen Bruders angesprochen.“

„Sie hat den Verlust nie verwunden“, vermute ich. Frieda und ich haben beide Geschwister – wir können den Verlust der Oma sehr gut nachfühlen.

Dann lade ich Frieda ein: „Stell dir doch mal vor, ihr alle kommt an einer großen Tafel zusammen. Deine Urgroßeltern. Deine Oma. Der Großonkel. Deine Mutter und ihre Geschwister. Du. Deine Geschwister. Und deine Kinder.“

Sie stellt sich das Bild vor. Es entsteht eine zutiefst friedliche Atmosphäre. Heil. Und – auch wenn das komisch klingen mag – fast heilig.


IX Die neue Stimme: „Wir schaffen das“

Ich ermutige sie: „Sag doch mal zu deiner versammelten Familie: ‚Wir schaffen das. Wir haben es schon immer geschafft. Und wir werden es immer schaffen. Was in unserer Familie wirklich zählt, ist: Wir schaffen das. Gemeinsam‘“ „Ja“, bekräftigt Frieda. „Wir schaffen das.“

Wir sitzen noch einen Moment beisammen. Und wir spüren beide: Gerade ist etwas geschehen, das viel größer ist als wir. Etwas, das weiter nach hinten reicht – und vermutlich auch weiter nach vorne – als wir es vor einer Dreiviertelstunde, als das Coaching begann, geahnt hätten.

Als wir uns verabschieden, umarmen wir uns still. Und als ich Frieda einige Wochen später wiedersehe – in einer meiner NLP-Ausbildungen – sagt sie zu mir:

„Susanne, weißt du noch, diese Kopfschmerzen … dieses Gefühl, dass mein Kopf explodiert… Das ist weg. Einfach weg. Und diese Stimme, die immer sagte: ‚Du schaffst das nicht‘? Die ist seitdem auch weg. Stattdessen ist da jetzt immer das Bild meiner Familie – und das Wissen: Wir schaffen das.“

Ich freue mich und denke „Wie schön.“ Und ich weiß, dass sie die Teilnehmer mit diesem neuen Glaubenssatz „Wir schaffen das“ noch besser unterstützen kann als vorher.

Und weißt du was? Vielleicht geht’s dir ähnlich und du denkst dir jetzt: „Ja… auch ich hab solche hartnäckigen Glaubenssätze in mir … solche Stimmen, die ich nicht loswerde, …“.

Dann sage ich dir: Wenn du schon mit NLP daran gearbeitet hast, die Submodalitäten verändert hast und die Stimmen trotzdem wieder auftauchen, dann hast du es vermutlich nicht mit einem reinen NLP-Thema zu tun.

Sondern mit etwas Tieferem. Mit einer transgenerationalen Verstrickung. Denn ja – genau da stoßen klassische NLP-Formate manchmal an ihre Grenze. Und genau da beginnen systemische Methoden.

Was sind typische Hinweise auf transgenerationale Verstrickungen? Wann lohnt es sich, systemisch hinzuschauen? Insbesondere dann:

  • wenn diese inneren Stimme klingen wie fremde Stimmen,
  • wenn sie sehr gehässig sind und
  • wenn sie Wörter benutzen, die in deinem familiären Umfeld nicht üblich waren. Ein Vokabular, das nicht zu deinem Leben passt, aber sich trotzdem in deinem Kopf festgesetzt hat.
  • Auch dann, wenn Bilder auftauchen, die nichts mit deiner Biografie zu tun haben: Dann lohnt es sich, die Idee einer systemischen Verstrickung ernst zu nehmen.

Dass also Erinnerungen, Erfahrungen, sogar Schmerzen, die nicht deine sind, sich trotzdem bei dir eingenistet haben.

Und weißt du was? Dann ist es tröstlich zu wissen: Wir haben heute Methoden. Wir können diese Stimmen loswerden. Wir dürfen sie loswerden.

Manchmal höre ich von Coaches (und ehrlich gesagt sogar Therapeuten) da draußen, die sagen: „Man kann nichts loswerden. Man muss alles integrieren.“ Ich sag dir ganz ehrlich: Das ist Bullshit. Lass dir keine Probleme einreden

Introjekt heißt wie gesagt im Wortsinn: „etwas, das reingeworfen wurde“. Und was reingeworfen wurde, das kann man auch wieder rauswerfen. Das erleben meine Klientinnen und Klienten jede Woche. Also in der Zwischenzeit gibt es tausende lebende Gegenbeweise, gegen diese völlig veraltete und überholte „man kann nichts loswerden“-Geschichte. Das musste ich noch kurz sagen, denn das ärgert mich wirklich immer massiv, wenn Coaches (und wie gesagt – auch Therapeuten) – Menschen, die zu ihnen kommen und auf Hilfe hoffen, eingeredet bekommen, dass man lernen müsse „Damit zu leben“. Nein.

Lass dir also nichts erzählen. Es geht. Man kann diese Stimmen und Bilder – und die damit einhergehende Panik, Trauer und Schuldgefühle – loswerden.


X Ausblick

Und wenn du das lernen willst – wenn du diese Arbeit nicht nur für dich selbst, sondern vielleicht auch für deine Klientinnen und Klienten machen willst: Dann komm in meine NLP-Practitioner-Ausbildung. Im September beginnt die viermonatige Kompakt-Ausbildung – 4×5 Tage. Und im November beginnt dann wieder die Wochenend-NLP-Practitioner-Ausbildung – 9×3 Tage. Der nächste Infoabend findet am 6. August statt. Ich stell dir den Anmelde-Link in die Shownotes.

Und wenn du heute einen wertvollen Impuls mitgenommen hast, dann: Lass mir bitte unbedingt, unbedingt, unbedingt fünf Sterne da. Nicht nur, dass ich mich riesig darüber freue, sondern du hilfst damit auch anderen, diesen Podcast zu finden und vielleicht den entscheidenden Impuls zu erhalten, den es braucht, um die eigenen Themen anzugehen.

Kommentare und Feedback wie immer gerne direkt auf ITunes oder Spotify oder via Mail an info@wildwechsel.biz.

Ich freue mich immer, von dir zu hören.

Bis bald – im nächsten WildCast.

Ich freue mich, wenn du nächstes Mal wieder dabei bist – wenn ich dir erzähle, wie Christian sein Selbstbild verändert hat. Bis dahin:

Alles Liebe. Alles Gute.

Deine Susanne

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Herzlichst

Susanne (Lapp)