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Safe Space (Sicherer Ort)

Definition Safe Space (Sicherer Ort) (NLP):

Ein Safe Space oder „Sicherer Ort“ ist eine aktivierte Ressource – ein imaginierter Ort, der Schutz, Geborgenheit und Stabilität vermittelt.

Der sichere Ort ist ein inneres Gegenmodell zu Bedrohung, Überflutung oder Kontrollverlust. Er hilft dem Nervensystem, in die regulierende Ruhezone zurückzufinden – besonders dann, wenn emotionale Prozesse intenisv werden.

Anwendung Safe Space (Sicherer Ort) (NLP):

Der Einsatz eines sicheren Orts ist in vielen NLP- und Coachingformaten sinnvoll – besonders dann, wenn:

  • das Nervensystem schnell überflutet oder getriggert wird,
  • mit emotional belastenden Themen gearbeitet wird (Kindheit, Trauma, Aufstellungen),
  • innere Stabilisierung gewünscht ist, bevor Veränderungsarbeit beginnt
  • ein Anker für Selbstregulation und Selbstberuhigung geschaffen werden soll
  • im Coaching eine Pause gebraucht wird, ohne aus dem Prozess auszusteigen

Im Führungskontext kann der Safe Space genutzt werden:

  • als innere Ressource vor schwierigen Gesprächen oder Auftritten
  • zur Regulation in stressigen Entscheidungssituationen
  • in High-Performance-Phasen als mentale Rückzugsinsel

Viele Führungskräfte entwickeln dabei individuelle Safe Spaces: eine Hütte am Meer, ein vertrauter Raum, ein symbolischer Ort in der Natur. Entscheidend ist: Der Ort fühlt sich echt, sicher und vollständig unterstützend an.

Der Sichere Ort wird als kinästhetischer Anker  oder visueller Anker installiert.

Beispiel Safe Space (Sicherer Ort) (NLP):

Eine Klientin möchte im Coaching an einem alten Bindungstrauma arbeiten. Um einer emotionalen Überflutung vorzubeugen, wird vorher ein sicherer Ort verankert. So kann sie sich – bei Bedarf – innerlich von der belastenden Situation distanzieren, am sicheren Ort Ressourcen tanken und das Nervensystem beruhigen.

Erst danach wird die Lösung des Bindungstraumas fortgesetzt – in der Gewissheit, sich jederzeit erneut an den sicheren Ort begeben zu können.

Systemischer Kontext:

Systemisch betrachtet ist der sichere Ort kein Eskapismus, sondern eine bewusste Ressourcenverankerung. Er wirkt besonders dann stark, wenn:

  • er nicht willkürlich vom Coach gesetzt, sondern aus dem inneren Erleben des Klienten entwickelt wird
  • nicht nur visuell, sondern mit allen Sinnen (VAKOG) gestaltet wird
  • er nicht über ein bestehendes Trauma hinweggelegt, sondern in das bestehende System integriert wird

In der Arbeit mit transgenerationalen Mustern oder inneren Kindern kann der Safe Space zu einem Übergangsraumwerden – ein Ort, an dem z. B. ein jüngerer Anteil erstmals Sicherheit erlebt, bevor Integration oder Veränderung geschieht.

Achtung: Bei schwer traumatisierten Menschen ist es essenziell, den sicheren Ort nicht zu erzwingen – sondern vorsichtig zu entwickeln, mit somatischer Begleitung und respektvoller Langsamkeit.

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