Dein NLPedia – das systemische NLP Lexikon von WildWechsel– für Coaches, Trainer*innen und alle, die NLP fundiert anwenden wollen
Die Wohlgeformtheitskriterien sind im NLP ein Set von Leitfragen, mit denen überprüft wird, ob ein Ziel klar, erreichbar und systemisch stimmig formuliert ist.
Sie dienen dazu, Ziele so zu gestalten, dass sie nicht nur logisch sinnvoll, sondern auch emotional anschlussfähig und im eigenen System integrierbar sind.
Ein „wohlgeformtes“ Ziel ist damit mehr als ein SMART-Ziel: Es berücksichtigt zusätzlich innere Anteile, Kontext, Ökologie und Selbstverantwortung.
Wohlgeformtheitskriterien werden im Coaching eingesetzt, wenn:
Typische Fragen der Wohlgeformtheit sind:
Ein Klient sagt: „Ich will nicht mehr so gestresst sein.“
→ Das Ziel ist nicht wohlgeformt:
Im Coaching wird das Ziel weiterentwickelt: „Ich gehe ab nächster Woche an drei Abenden bewusst früher aus dem Büro und nehme mir Zeit für Bewegung und Entspannung.“
→ Jetzt ist das Ziel:
Zusätzlich wird geprüft, ob das Ziel ökologisch stimmig ist – z. B. im Hinblick auf berufliche Anforderungen oder innere Antreiber.
Systemisch betrachtet sind Wohlgeformtheitskriterien ein wichtiges Instrument, um zu erkennen:
👉 Ob ein Ziel wirklich zum eigenen System gehört oder ob es fremdbestimmt ist.
Viele Ziele sind scheinbar sinnvoll, aber innerlich nicht anschlussfähig, weil sie:
Ein Ziel kann formal korrekt sein und trotzdem scheitern, wenn es nicht systemisch integriert ist.
Die Arbeit mit Wohlgeformtheitskriterien schafft hier Klarheit:
Sie verbindet Zielarbeit mit Selbstverbindung, Kontextbewusstsein und innerer Stimmigkeit.