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Werte sind im NLP innere Kriterien, die bestimmen, was einem Menschen wichtig ist und woran er Entscheidungen, Verhalten und Lebensgestaltung ausrichtet. Man spricht auch von „kondensierten Glaubenssätzen“ (Susanne Lapp).
Sie wirken wie ein innerer Kompass: Werte beeinflussen, welche Ziele Menschen verfolgen, was sie motiviert, wofür sie Energie einsetzen sowie was sie ablehnen und vermeiden wollen.
Im Unterschied zu Zielen beschreiben Werte keinen konkreten Zustand, sondern eine Qualität des Erlebens, die Menschen in ihrem Leben verwirklichen möchten. Beispiele sind etwa Freiheit, Sicherheit, Anerkennung, Zugehörigkeit oder Selbstbestimmung.
Im NLP wird davon ausgegangen, dass Verhalten stark von der Hierarchie der Werte geprägt ist: Wenn zwei Werte miteinander in Konflikt geraten, gewinnt meist der Wert, der für die Person höher gewichtet ist.
Die Arbeit mit Werten spielt im Coaching eine zentrale Rolle, insbesondere wenn:
Typische Coachingfragen zur Wertearbeit sind zum Beispiel:
Durch diese Fragen wird sichtbar, welche Bedürfnisse und inneren Kriterien tatsächlich handlungsleitend sind.
Eine Führungskraft überlegt, ob sie ein attraktives Jobangebot annehmen soll.
Rational sprechen viele Faktoren dafür: mehr Gehalt, mehr Einfluss, mehr Verantwortung. Trotzdem fühlt sich die Entscheidung schwer an.
In der Wertearbeit zeigt sich: Der aktuelle Job zahlt stark ein auf den Wert Zugehörigkeit, weil sie dort ein eingespieltes Team hat.
Das neue Angebot spricht dagegen besonders die Werte Entwicklung und Gestaltungsspielraum an.
Erst als diese Werte bewusst werden, kann die Person klar abwägen: Welche Werte will sie in der nächsten Lebensphase stärker in den Vordergrund stellen?
Werte entstehen nicht im luftleeren Raum. Viele Werte werden im Laufe des Lebens durch Familie, Kultur oder Organisationen geprägt.
Manche Werte sind daher tatsächlich eigene innere Orientierungen, andere können auch übernommene Erwartungen oder Introjekte sein.
Beispiele:
Im Coaching kann es deshalb wichtig sein zu klären:
So wird Wertearbeit nicht nur zur Zielklärung, sondern auch zur Selbstverortung im eigenen System.