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Verzerrung ist eine der drei zentralen Kategorien im Meta-Modell der Sprache des NLP – neben Tilgung und Generalisierung.
Eine Verzerrung liegt vor, wenn jemand eine Erfahrung sprachlich so darstellt, dass Zusammenhänge, Bedeutungen oder Bewertungen konstruiert werden, die nicht zwingend aus den beobachtbaren Fakten folgen.
Mit anderen Worten:
Zwischen Ereignis und Interpretation wird eine eigene innere Logik eingefügt, die jedoch selten überprüft wird.
Typische Verzerrungsformen sind:
Im NLP-Coaching ist das Erkennen von Verzerrungen besonders wichtig, wenn:
Durch gezielte Meta-Modell-Fragen wird die Verzerrung überprüft:
Ziel ist nicht Konfrontation, sondern Erweiterung der Wahrnehmung und Wiederherstellung von Wahlmöglichkeiten.
Eine Führungskraft sagt: „Mein Team respektiert mich nicht, sonst würden sie nicht ständig nachfragen.“
Hier liegt eine komplexe Äquivalenz vor: Nachfragen = kein Respekt.
Im Coaching wird differenziert:
→ Die Verzerrung wird sichtbar, die Bedeutung löst sich vom Automatismus und das Verhalten des Teams kann neu eingeordnet werden.
Verzerrungen sind oft systemisch geprägt.
Beispiele:
Diese inneren Bedeutungszuschreibungen entstehen häufig in frühen Bindungskontexten oder durch übernommene Introjekte.
Systemische Arbeit bedeutet hier:
Verzerrungen sind also keine Denkfehler, sondern einst sinnvolle Konstruktionen, die heute meist nicht mehr dienlich sind.