Dein NLPedia – das systemische NLP Lexikon von WildWechsel– für Coaches, Trainer*innen und alle, die NLP fundiert anwenden wollen

Trance-Induktion (NLP)

Definition Trance-Induktion (NLP):

Trance-Induktion bezeichnet im NLP den Prozess, durch den ein veränderter Bewusstseinszustand – eine sogenannte Trance – gezielt eingeleitet wird.

Trance ist ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit und tiefer innerer Verbindung, in dem äußere Reize in den Hintergrund treten und das Unbewusste zugänglicher wird.

Die Trance-Induktion schafft den Raum dafür – durch Sprache, Rhythmus, Körperhaltung, Atmung, Suggestionen oder Imaginationsanleitungen. Sie kann sanft, sprachlich elegant oder auch direktiv erfolgen – je nach Ziel und Klient*in.

Anwendung Trance-Induktion (NLP):

Trance-Induktionen werden im NLP eingesetzt, um:

  • einen Zugang zum Unbewussten und inneren Erleben zu schaffen

  • emotionale Prozesse sanft zu vertiefen

  • innere Anteile, Ressourcen oder Bilder aufsteigen zu lassen

  • Transformation jenseits des rationalen Denkens zu ermöglichen

  • neue Verbindungen im Gehirn emotional und körperlich zu verankern

  • Formate wie Timeline-Arbeit, Re-Imprinting, Ressourcenarbeit oder Future Pace vorzubereiten oder zu begleiten

Typische Settings:

  • Trancen zur Ressourcenaktivierung

  • Mentorenreisen

  • Timeline- oder Zieltrancen

  • Arbeit mit dem inneren Kind

  • Verankerung neuer Anteile nach Teilearbeit

  • systemische Rückgaben in imaginativen Kontexten

Anwendungsbeispiel Trance-Induktion (NLP):

Eine Klientin beschreibt, dass sie immer wieder in alte Beziehungsmuster kippt, obwohl sie „es doch besser weiß“.

Nach einer kognitiven Klärung wird sie durch eine Trance-Induktion in Trance geführt – über eine sanfte Körperreise, verbunden mit dem inneren Bild eines Ortes, an dem sie sich sicher fühlt.

In diesem Zustand begegnet sie einem jüngeren Anteil von sich und erfährt, was dieser Teil braucht, um loslassen zu können.

→ Die Veränderung geschieht nicht durch Verstehen, sondern durch ein emotionales Erleben auf tiefer Ebene.

Systemischer Kontext:

Systemisch betrachtet ist Trance kein Zustand des Kontrollverlusts, sondern ein Raum für innere Neuordnung.

In Trance werden:

  • Introjekte erkennbar – oft als fremde Stimmen oder Bilder

  • systemische Bindungen spürbar, die im Wachzustand rationalisiert werden

  • transgenerationale Dynamiken fühlbar, sichtbar, formbar

Wichtig:

  • Eine Trance-Induktion muss sicher, transparent und achtsam geführt werden

  • Sie braucht Erlaubnis und Klarheit über die Absicht

  • In traumatischen Systemen ist Trance nur sinnvoll, wenn sie vorher stabilisiert und ressourcenbasiert vorbereitet wird

Trance ist kein Eskapismus, sondern ein Zugang zu dem, was unterhalb der Sprache wirkt und in Kontakt kommen will.

Verwandte Begriffe:

WildWechsel in Zahlen

Zertifiziert von den großen nationalen & internationalen Verbänden

EANLP Logo
Logo DVNLP
Logo INLPTA
Logo In
Logo DNLPCV