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Robert Dilts

DEFINITION Robert Dilts:

Robert Brian Dilts ( 21. März 1955)* ist ein US-amerikanischer Autor, Trainer, Coach und Berater und zählt zu den einflussreichsten Weiterentwicklern des Neurolinguistischen Programmierens (NLP).

Er gehört nicht zu den ursprünglichen Begründern des NLP – diese Rolle wird vor allem Richard Bandler und John Grinder zugeschrieben. Dilts war jedoch bereits seit der Entstehungsphase des NLP in den 1970er-Jahren beteiligt und entwickelte zahlreiche Modelle, die heute zum festen Bestandteil vieler NLP-Ausbildungen gehören. Er war Schüler und Kollege von Bandler und Grinder und studierte außerdem bei Milton H. Erickson und Gregory Bateson. NLP University

Besonders prägend waren seine Arbeiten zu:

  • Glaubenssätzen und Glaubenssatzveränderung
  • Strategien und Modellieren
  • Re-Imprinting
  • den Logischen beziehungsweise Neurologischen Ebenen
  • Sleight-of-Mouth-Patterns
  • SCORE
  • der Disney-Strategie
  • Systemischem und später „Third Generation NLP“

Dilts trug wesentlich dazu bei, NLP von einzelnen Kommunikations- und Veränderungstechniken zu umfassenderen Modellen für Lernen, Coaching, Führung, Kreativität und Organisationsentwicklung weiterzuentwickeln. Dilts Strategy Group

Anwendung:

Die Modelle von Robert Dilts werden heute in vielen Bereichen des NLP eingesetzt, insbesondere bei:

  • Coaching und Persönlichkeitsentwicklung
  • Glaubenssatzarbeit
  • Ziel- und Veränderungsarbeit
  • Führung und Organisationsentwicklung
  • Kreativität und Innovation
  • Modellieren von Exzellenz
  • Identitäts- und Visionsarbeit
  • systemischer Veränderungsarbeit

 

Ein charakteristisches Merkmal seiner Arbeit ist die Frage, auf welcher Ebene ein Problem entsteht und auf welcher Ebene Veränderung sinnvoll ansetzen kann.

Während frühes NLP stark darauf fokussierte, wie Menschen bestimmte subjektive Erfahrungen erzeugen, beschäftigte sich Dilts zunehmend auch mit Fragen wie:

„Welche Überzeugungen, Werte und Identitätsvorstellungen organisieren dieses Verhalten?“

Damit erweiterte er den Fokus des NLP erheblich.

ANWENDUNGSBEISPIEL:

Eine Führungskraft sagt:

„Ich kann mein Team einfach nicht gut führen.“

Diese Aussage kann auf sehr unterschiedlichen Ebenen betrachtet werden.

Vielleicht fehlen konkrete Fähigkeiten, beispielsweise schwierige Gespräche zu führen.

Vielleicht besteht ein Glaubenssatz:

„Wenn ich klare Grenzen setze, mögen mich meine Mitarbeitenden nicht mehr.“

Oder die Schwierigkeit berührt die Identität:

„Ich bin einfach keine Führungspersönlichkeit.“

Die von Dilts entwickelten Logischen beziehungsweise Neurologischen Ebenen helfen dabei, solche Unterschiede sichtbar zu machen.

Denn eine Intervention auf Verhaltensebene wird wenig bewirken, wenn der eigentliche Konflikt auf der Ebene von Glaubenssätzen oder Identität liegt.

Systemischer Kontext:

Für die Entwicklung des Systemischen NLP ist Robert Dilts besonders bedeutsam.

Beeinflusst wurde er dabei wesentlich durch Gregory Bateson, dessen Arbeiten zu Kommunikation, Lernen und Systemtheorie bereits die Entstehung des NLP geprägt hatten. Dilts übertrug und entwickelte verschiedene dieser Gedanken für NLP-Anwendungen weiter. Logical Levels

Dadurch verschiebt sich die Betrachtung zunehmend vom isolierten Individuum hin zu größeren Zusammenhängen:

Wie beeinflussen sich Person und Umfeld gegenseitig?

Welche Beziehungen stabilisieren ein bestimmtes Verhalten?

Welche Werte und Identitäten wirken in einem System?

Welche Auswirkungen hat eine Veränderung auf andere Teile des Systems?

Damit wurde die klassische NLP-Frage:

„Wie erzeugt ein Mensch seine subjektive Erfahrung?“

erweitert um:

„In welchem größeren System entsteht und wirkt diese Erfahrung?“

Für ein systemisches NLP, das zusätzlich mit Familienstrukturen, Introjekten und transgenerationalen Dynamiken arbeitet, ist Dilts damit ein wichtiger Ausgangspunkt – auch wenn heutige systemische NLP-Ansätze teilweise deutlich über seine ursprünglichen Modelle hinausgehen.

NLP-PERSPEKTIVE:

Robert Dilts gehört zu den produktivsten Modellentwicklern innerhalb des NLP.

Zu seinen bekanntesten Beiträgen zählen unter anderem Re-Imprinting, Sleight of Mouth, die Neurologischen Ebenen und verschiedene Modelle zur Veränderung von Glaubenssätzen. Auch seine Arbeiten zur Modellierung außergewöhnlicher Fähigkeiten, etwa in der mehrbändigen Reihe Strategies of Genius, wurden einflussreich. ANLP

Bei der Disney-Strategie modellierte Dilts die Arbeitsweise Walt Disneys und unterschied die Perspektiven des Träumers, Realisten und Kritikers, um kreative Prozesse zu strukturieren. Die Methode stammt also von Dilts‘ Modellierung Disneys und nicht von Walt Disney selbst. Carolin Mallmann

1991 gründete Dilts gemeinsam mit Todd Epstein, Judith DeLozier und Teresa Epstein die NLP University in Santa Cruz. Später beschäftigte er sich zunehmend mit Führung, Unternehmertum, kollektiver Intelligenz und generativer Veränderungsarbeit. ANLP

Seine Bedeutung für das NLP liegt deshalb weniger in einer einzelnen Methode als in der systematischen Weiterentwicklung des Feldes:

Bandler und Grinder legten wesentliche Grundlagen des NLP. Dilts entwickelte daraus zahlreiche Modelle, mit denen komplexere Veränderungsprozesse beschrieben und strukturiert werden können.

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