Das systemische NLP Lexikon von WildWechsel– für Coaches, Trainer*innen und alle, die NLP fundiert anwenden wollen

Repräsentationssystem

Definition Repräsentationssystem:

Repräsentationssysteme beschreiben im NLP die Art und Weise, wie Menschen ihre inneren Erfahrungen über Sinneskanäle strukturieren und speichern.

Die zentralen Systeme sind:

  • Visuell (V) – Bilder, Vorstellungen, visuelle Eindrücke
  • Auditiv (A) – Klänge, Sprache, innere Dialoge
  • Kinästhetisch (K) – Gefühle, Körperempfindungen, Bewegung
  • Olfaktorisch (O) – Gerüche
  • Gustatorisch (G) – Geschmack

Diese Systeme werden im NLP unter dem Begriff VAKOG zusammengefasst.

👉 Jeder Mensch nutzt alle Systeme, aber oft mit individuellen Schwerpunkten.

Anwendung:

Die Arbeit mit Repräsentationssystemen ist zentral, wenn:

  • Kommunikation verbessert werden soll
  • Coachingprozesse vertieft werden sollen
  • innere Erlebnisse verstanden und verändert werden sollen
  • Lern- und Denkprozesse optimiert werden sollen

Typische Anwendungen:

  • Sprache anpassen („Ich sehe…“, „Ich höre…“, „Ich fühle…“)
  • Zugangs-Hinweise beobachten
  • innere Bilder und Dialoge verändern
  • emotionale Zustände beeinflussen

Durch das Verständnis der Repräsentationssysteme wird Kommunikation:
👉 präziser
👉 anschlussfähiger
👉 wirkungsvoller

Anwendungsbeispiel:

Ein Klient sagt: „Ich sehe einfach keine Lösung.“

Der Coach greift das visuelle System auf: „Wie würde es aussehen, wenn es eine Lösung gäbe?“

Oder wechselt bewusst das System: „Was würde sich für dich verändern, wenn es sich gut anfühlt?“

→ Der Zugang verändert sich und damit auch die Denkmöglichkeiten.

Systemischer Kontext:

Systemisch betrachtet sind Repräsentationssysteme nicht nur individuell, sondern auch geprägt durch:

  • Erziehung und Umfeld
  • kulturelle Kommunikation
  • berufliche Kontexte
  • familiäre Muster

Beispiele:

  • analytische Systeme → stärker auditiv-digital geprägt
  • kreative Systeme → oft visuell oder kinästhetisch orientiert

Zudem können bestimmte Systeme über- oder unterentwickelt sein, z. B.:

  • wenig Zugang zu Gefühlen (kinästhetisch)
  • starke innere Dialoge (auditiv)

Im Coaching kann es hilfreich sein: neue Zugänge zu eröffnen und vernachlässigte Systeme zu aktivieren.

NLP-PERSPEKTIVE:

Im NLP sind Repräsentationssysteme eine zentrale Grundlage für:

  • Submodalitätenarbeit
  • Zugangs-Hinweise
  • Ankertechniken
  • Trancearbeit

Die Grundannahme: Erleben ist nicht „objektiv“, sondern wird über Sinneskanäle konstruiert.

Das bedeutet:
Wenn sich die innere Repräsentation verändert, verändert sich auch das Erleben.

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