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VAKOG

Definition VAKOG (NLP):

VAKOG ist ein Akronym für die fünf Sinneskanäle, über die Menschen Informationen aus ihrer Umwelt aufnehmen und innere Erfahrungen repräsentieren:

  • V – visuell: Sehen
  • A – auditiv: Hören
  • K – kinästhetisch: Fühlen und Körperempfindungen
  • O – olfaktorisch: Riechen
  • G – gustatorisch: Schmecken

 

Im NLP werden diese Sinneskanäle als Repräsentationssysteme bezeichnet. Eine Erfahrung wird nicht nur über die äußeren Sinneseindrücke wahrgenommen, sondern kann anschließend auch innerlich wieder repräsentiert werden: Wir können uns beispielsweise an ein Gesicht erinnern, innerlich eine Stimme hören oder erneut spüren, wie sich eine Situation angefühlt hat.

VAKOG beschreibt damit die sensorische Struktur unseres subjektiven Erlebens.

Anwendung:

VAKOG spielt in zahlreichen NLP-Formaten eine wichtige Rolle, unter anderem bei:

  • der präzisen Beschreibung innerer Erfahrungen
  • Zielarbeit und Visualisierung
  • Ressourcenarbeit
  • Veränderung emotionaler Zustände
  • Rapport und Kommunikation
  • Trance und hypnotischer Sprache
  • Strategiearbeit und Modeling
  • Submodalitätenarbeit

 

Besonders hilfreich ist VAKOG, wenn eine Erfahrung zunächst sehr abstrakt beschrieben wird.

Aus:

„Ich habe Angst vor dem Gespräch.“

kann beispielsweise genauer werden:

„Wenn ich an das Gespräch denke, sehe ich meinen Vorgesetzten vor mir, höre ihn mit kritischer Stimme sprechen und spüre einen Druck im Bauch.“

Damit wird aus einem abstrakten Begriff eine konkret beschreibbare innere Erfahrung, an der gearbeitet werden kann.

Anwendungsbeispiel:

Eine Führungskraft möchte bei Präsentationen souveräner auftreten. Auf die Frage nach ihrem bisherigen Erleben sagt sie zunächst:

„Ich werde einfach total unsicher.“

Über VAKOG wird das Erleben genauer untersucht.

Visuell: Sie sieht vor ihrem inneren Auge kritische Gesichter im Publikum.
Auditiv: Sie hört innerlich die Stimme: „Gleich merkst du, dass du nicht gut genug vorbereitet bist.“
Kinästhetisch: Sie spürt Enge im Brustkorb und Spannung im Nacken.

Geruch und Geschmack spielen in dieser Situation keine relevante Rolle.

Damit wird deutlich: „Unsicherheit“ ist keine einzelne Sache, sondern besteht aus mehreren miteinander verbundenen inneren Repräsentationen.

Diese können anschließend beispielsweise über Submodalitätenarbeit, Zustandsmanagement oder Ressourcenanker verändert werden.

Systemischer Kontext:

Auch systemisch ist die sensorische Repräsentation einer Erfahrung interessant.

Ein Mensch kann beispielsweise bei dem Gedanken an beruflichen Erfolg unmittelbar:

  • das Gesicht seines Vaters sehen,
  • die Stimme seiner Mutter hören oder
  • ein bestimmtes unangenehmes Körpergefühl wahrnehmen.

Damit wird sichtbar, dass eine aktuelle Reaktion möglicherweise mit früheren Beziehungserfahrungen oder übernommenen Bewertungen verbunden ist.

VAKOG kann deshalb helfen, genauer zu differenzieren:

Was nehme ich tatsächlich in der aktuellen Situation wahr und was fügt meine innere Repräsentation hinzu?

Gerade bei Introjekten kann beispielsweise eine innere Stimme zunächst wie ein eigener Gedanke erscheinen. Erst bei genauerer Untersuchung wird deutlich:

„Das ist der Satz meines Vaters. Und sogar der Tonfall ist seiner.“

Die sensorische Präzision kann damit auch die Unterscheidung zwischen Eigenem und Übernommenem unterstützen.

NLP-Perspektive:

VAKOG gehört zu den grundlegenden Unterscheidungen des NLP. Besonders häufig wird zusätzlich zwischen äußerer und innerer Wahrnehmung unterschieden.

Beispielsweise:

  • Ve: etwas tatsächlich sehen
  • Vi: etwas innerlich sehen
  • Ae: etwas tatsächlich hören
  • Ai: etwas innerlich hören
  • Ki: eine innere Körperempfindung wahrnehmen

 

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Menschen häufig nicht auf das reagieren, was gerade tatsächlich geschieht, sondern auf ihre innere Repräsentation davon.

VAKOG bildet außerdem die Grundlage für die Submodalitäten. Während VAKOG unterscheidet, in welchem Sinneskanal etwas repräsentiert wird, beschreiben Submodalitäten, wie genau es dort repräsentiert wird.

Bei einem inneren Bild wären das beispielsweise:

VAKOG: visuell
Submodalitäten: groß, nah, hell, farbig, scharf

Beim inneren Hören:

VAKOG: auditiv
Submodalitäten: laut, leise, nah, fern, schnell, langsam

Die präzise Untersuchung von VAKOG und Submodalitäten macht damit sichtbar, wie subjektives Erleben innerlich konstruiert ist und an welchen Stellen Veränderung möglich wird.

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