Parentifizierung – was ist das?

Stell dir ein achtjähriges Kind vor, das nicht draußen mit Freunden spielt, sondern die weinende Mutter tröstet. Oder einen Teenager, der sich zwischen die streitenden Eltern stellt – in der verzweifelten Hoffnung, die Familie zusammenzuhalten. Oder ein Kind, das den cholerischen Vater immer wieder entschuldigt mit den Worten “Er weiß es nicht besser; er hat es auch nicht leicht.”
Alle drei Beispiele sind Ausdruck einer Parentifizierung, also der Rollenumkehr zwischen Eltern und Kind.
Viele Erwachsene tragen die Folgen einer Parentifizierung bis heute in sich.