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Selbstbeziehung

(nach R. Dilts)

Definition Selbszbeziehung(NLP):

Selbstbeziehung beschreibt die Art und Weise, wie ein Mensch innerlich mit sich selbst in Kontakt ist – also wie er über sich denkt, mit sich spricht, sich fühlt und mit eigenen Bedürfnissen, Fehlern und Grenzen umgeht.

Sie zeigt sich in:

  • innerem Dialog
  • Selbstbild und Identität
  • Umgang mit Emotionen
  • Selbstfürsorge und Selbstverantwortung

 

Selbstbeziehung ist damit die Grundlage jeder Veränderung: Wie du mit dir selbst umgehst, bestimmt, wie du denkst, fühlst und handelst.

Anwendung Selbstbeziehung (NLP):

Die Arbeit an der Selbstbeziehung ist zentral im Coaching, insbesondere wenn:

  • Selbstzweifel oder innere Kritik dominieren
  • Menschen sich selbst unter Druck setzen oder abwerten
  • Entscheidungen schwerfallen
  • emotionale Instabilität oder Überforderung besteht
  • äußere Konflikte immer wieder ähnlich verlaufen

 

Typische Ansatzpunkte im Coaching:

  • inneren Dialog bewusst machen
  • Selbstabwertung in Selbstklärung überführen
  • Ressourcen und Selbstwert stärken
  • innere Anteile differenzieren
  • frühe Trauma heilen
  • Selbstführung entwickeln

Eine stabile Selbstbeziehung ermöglicht:

  • mehr Klarheit
  • mehr emotionale Stabilität
  • bessere Entscheidungen
  • gesündere Beziehungen zu anderen

Anwendungsbeispiel Selbstbeziehung (NLP):

Eine Klientin sagt: „Ich mache immer alles falsch.“

Im Coaching wird deutlich: Ihr innerer Dialog ist geprägt von starker Kritik und Abwertung.

Durch gezielte Fragen und Interventionen wird sichtbar:

  • diese Stimme ist nicht neutral, sondern geprägt
  • sie wirkt wie ein innerer Antreiber


Die Arbeit geht in Richtung:

  • Differenzierung der inneren Stimmen
  • Stärkung eines unterstützenden inneren Anteils
  • bewussterer Umgang mit Fehlern


→ Die Selbstbeziehung verändert sich von Kritik zu Klarheit und Unterstützung.

Systemischer Kontext:

Systemisch betrachtet ist die Selbstbeziehung selten „rein individuell“.

Sie entsteht oft aus:

  • frühen Beziehungserfahrungen
  • übernommenen Haltungen (Introjekten)
  • familiären Erwartungen
  • Bindungsdynamiken


Beispiele:

  • ein kritischer innerer Dialog spiegelt oft frühere Bezugspersonen
  • übermäßige Verantwortung kann auf Parentifizierung hinweisen
  • Selbstabwertung kann aus Loyalität entstanden sein


Das bedeutet: Die Art, wie du mit dir selbst umgehst, ist oft gelernt – nicht bewusst gewählt.

Im Coaching ist daher zentral:

  • Was gehört wirklich zu dir?
  • Was hast du übernommen?
  • Wie willst du heute mit dir umgehen?

Verwandte Begriffe:

  • Teilearbeit

  • Selbstführung

  • Introjekt

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