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Selbstbeziehung

Definition Selbstbeziehung:

Selbstbeziehung beschreibt die Art und Weise, wie ein Mensch innerlich mit sich selbst in
Kontakt ist – also wie er über sich denkt, mit sich spricht, sich fühlt und mit eigenen
Bedürfnissen, Fehlern und Grenzen umgeht.

Sie zeigt sich in:

  • innerem Dialog
  • Selbstbild und Identität
  • Umgang mit Emotionen
  • Selbstfürsorge und Selbstverantwortung

 

Selbstbeziehung ist damit die Grundlage jeder Veränderung: Wie du mit dir selbst umgehst,
bestimmt, wie du denkst, fühlst und handelst.

Anwendung

Die Arbeit an der Selbstbeziehung ist zentral im Coaching, insbesondere wenn:

  • Selbstzweifel oder innere Kritik dominieren
  • Menschen sich selbst unter Druck setzen oder abwerten
  • Entscheidungen schwerfallen
  • emotionale Instabilität oder Überforderung besteht
  • äußere Konflikte immer wieder ähnlich verlaufen


Typische Ansatzpunkte im Coaching:

  • inneren Dialog bewusst machen
  • Selbstabwertung in Selbstklärung überführen
  • Ressourcen und Selbstwert stärken
  • innere Anteile differenzieren
  • frühe Trauma heilen
  • Selbstführung entwickeln


Eine stabile Selbstbeziehung ermöglicht:

  • mehr Klarheit
  • mehr emotionale Stabilität
  • bessere Entscheidungen
  • gesündere Beziehungen zu anderen

ANWENDUNGSBEISPIEL

Eine Klientin sagt: „Ich mache immer alles falsch.“
Im Coaching wird deutlich: Ihr innerer Dialog ist geprägt von starker Kritik und Abwertung.

Durch gezielte Fragen und Interventionen wird sichtbar:

  • diese Stimme ist nicht neutral, sondern geprägt
  • sie wirkt wie ein innerer Antreiber

Die Arbeit geht in Richtung:

  • Differenzierung der inneren Stimmen
  • Stärkung eines unterstützenden inneren Anteils
  • bewussterer Umgang mit Fehlern


Die Selbstbeziehung verändert sich von Kritik zu Klarheit und Unterstützung.

SYSTEMISCHER KONTEXT

Systemisch betrachtet ist die Selbstbeziehung selten „rein individuell“.

Sie entsteht oft aus:

  • frühen Beziehungserfahrungen
  • übernommenen Haltungen (Introjekten)
  • familiären Erwartungen
  • Bindungsdynamiken


Beispiele:

  • ein kritischer innerer Dialog spiegelt oft frühere Bezugspersonen
  • übermäßige Verantwortung kann auf Parentifizierung hinweisen
  • Selbstabwertung kann aus Loyalität entstanden sein

Das bedeutet:
Die Art, wie du mit dir selbst umgehst, ist oft gelernt – nicht bewusst gewählt.

Im Coaching ist daher zentral:

  • Was gehört wirklich zu dir?
  • Was hast du übernommen?
  • Wie willst du heute mit dir umgehen?

NLP-PERSPEKTIVE

Im NLP wird Selbstbeziehung über verschiedene Zugänge beeinflusst:

  • Submodalitätenarbeit (Veränderung innerer Bilder und Stimmen)
  • Reframing (Bedeutungsgebung verändern)
  • Zustandsmanagement
  • Teilearbeit
  • Zukunftsprojektion


Die zentrale Idee: Veränderung beginnt nicht im Außen, sondern in der Beziehung zu dir
selbst.

Verwandte Begriffe:

 

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